IAGIntelligent Access Group

Digitale Verwaltung

Datenmigration und Datenqualität beim Wechsel auf neue Systeme

Ein neues System nützt wenig, wenn unvollständige, doppelte oder widersprüchliche Daten übernommen werden. Wir führen die Datenmigration in dokumentierten Schritten durch: Bestandsaufnahme der Quellen, Bereinigungsregeln, Feldzuordnung zwischen Alt- und Neusystem, wiederholte Testmigrationen und Abgleichberichte, die belegen, was übernommen wurde und was nicht. Vor dem Produktivstart gibt der Dateneigentümer der Einrichtung das Ergebnis frei.

Was wir anbieten

Die Daten öffentlicher Einrichtungen verteilen sich meist auf Tabellen, Datenbanken von Altsystemen, teilweise erfasste Papierregister und Dateien in verschiedenen Abteilungen. Zunächst erfassen wir diese Quellen und beschreiben Inhalt, Umfang und Qualität: verwendete Felder, leere Werte, Dubletten sowie Unterschiede in der Schreibweise von Namen, Daten und Schlüsseln zwischen den Quellen.

Anschließend legen wir mit den Verantwortlichen schriftliche Bereinigungsregeln fest, etwa wie Datumsformate vereinheitlicht, Dubletten behandelt und unvollständige Datensätze bearbeitet werden, und erstellen ein Zuordnungsdokument, das für jedes Feld des neuen Systems die Herkunft im Altsystem und die angewandte Umwandlung angibt. Wir löschen oder ändern keinen Datensatz eigenmächtig; jede Regel wird von der Einrichtung freigegeben, unklare Fälle gehen an sie zurück.

Danach führen wir eine oder mehrere Testmigrationen in einer Testumgebung durch. Nach jedem Lauf erstellen wir einen Abgleichbericht, der Anzahlen, Summen und Stichproben zwischen Quelle und Ziel vergleicht und abgewiesene Datensätze mit Begründung auflistet. Sind die Punkte geklärt, planen wir die endgültige Migration, das Umstellungsfenster und einen Rückfallplan. Der Produktivbetrieb beginnt erst, wenn der Dateneigentümer den abschließenden Bericht freigegeben hat.

Für wen die Leistung geeignet ist

  • Einrichtungen, die ein Altsystem ablösenWenn Daten aus vielen Jahren ohne Verlust oder Verfälschung in ein neues System übernommen werden müssen.
  • Abteilungen mit verstreuten TabellenWenn dieselben Daten in uneinheitlichen Formaten über Dateien und Abteilungen verteilt sind.
  • Direktionen, die Register ihrer Zweigstellen zusammenführenWenn Datensätze mehrerer Zweigstellen in einer zentralen Datenbank vereinheitlicht werden sollen.
  • Archivierungs- und DigitalisierungsprojekteWenn eingescannte Dokumente durch Metadaten ergänzt werden, die korrekt und durchsuchbar sein müssen.

Welche Probleme wir bearbeiten

  • Doppelte Datensätze zur selben Person oder Stelle mit unterschiedlich geschriebenen Namen oder Nummern.
  • Leere Felder oder unplausible Werte, die niemandem auffielen, weil das Altsystem sie nie geprüft hat.
  • Fehlende Dokumentation dazu, was Felder und Schlüssel in Altsystemen bedeuten.
  • Migration in einem Schritt ohne Test, sodass Fehler erst nach dem Produktivstart sichtbar werden.
  • Kein Nachweis, dass alle Datensätze übernommen wurden, was das Vertrauen in das neue System schwächt.
  • Unklare Zuständigkeit für die Entscheidung, ob Daten berichtigt oder entfernt werden dürfen.

Aufgaben und Ergebnisse

Verzeichnis der Datenquellen
Liste der Quellen mit Beschreibung von Inhalt, Umfang, Format und zuständiger Stelle.
Bericht zur Datenqualität
Auswertung leerer, doppelter und widersprüchlicher Werte je Quelle mit anschaulichen Beispielen.
Freigegebene Bereinigungsregeln
Dokument, das die Behandlung jeder Art von Mangel festlegt und vom Dateneigentümer freigegeben wird.
Feldzuordnungsdokument
Verknüpft jedes Feld des neuen Systems mit seiner Quelle und der angewandten Umwandlung.
Migrationswerkzeuge
Wiederholbare Skripte und Abläufe, die Extraktion, Umwandlung und Laden bei jedem Lauf gleich ausführen.
Abgleichberichte
Vergleich von Anzahlen, Summen und Stichproben zwischen Quelle und Ziel nach jedem Lauf, mit Liste der abgewiesenen Datensätze und Gründen.
Umstellungs- und Rückfallplan
Zeitpunkt der endgültigen Migration, Einfrieren der Erfassung im Altsystem und Rückfallschritte bei einem schwerwiegenden Problem.
Freigabeprotokoll
Dokumentierte Zustimmung des Dateneigentümers zum Ergebnis der endgültigen Migration vor dem Produktivstart.

Klare Zuständigkeiten

Was IAG konkret übernimmt

  • Bestandsaufnahme der Quellen, Analyse der Datenqualität und Dokumentation der Ergebnisse.
  • Vorschlag von Bereinigungsregeln und Erstellung des Feldzuordnungsdokuments.
  • Entwicklung der Migrationswerkzeuge sowie Durchführung der Testläufe und der endgültigen Migration.
  • Erstellung der Abgleichberichte und Nachverfolgung abgewiesener Datensätze.
  • Planung von Umstellung und Rückfall gemeinsam mit dem IT-Team der Einrichtung.

Was Fachpartner, Behörden und Sie übernehmen

  • Die Einrichtung benennt einen Dateneigentümer, der Bereinigungsregeln und das Ergebnis jeder Phase freigibt.
  • Die Einrichtung klärt unklare Fälle und entscheidet, welche Datensätze berichtigt oder ausgeschlossen werden.
  • Die Einrichtung oder der Anbieter des Altsystems stellt den Datenzugang bereit und erläutert die Bedeutung der Felder.
  • Die Einrichtung legt die Datenschutzregeln fest und bestimmt, wer während der Migration Einsicht in die Daten erhält.

Anwendungsbeispiel

Beispielszenario

Zusammenführung der Register dreier Zweigstellen in ein zentrales System

Eine Einrichtung hat drei Zweigstellen, die ihre Datensätze jeweils in unterschiedlich aufgebauten Tabellen führen, und möchte sie in ein neues zentrales System übernehmen.

  1. Bestandsaufnahme der Tabellen jeder Zweigstelle und Beschreibung der Felder.
  2. Analyse von Dubletten und unterschiedlichen Schreibweisen von Namen und Daten.
  3. Freigabe der Bereinigungsregeln und des Zuordnungsdokuments durch den Dateneigentümer.
  4. Erste Testmigration mit Abgleichbericht und Liste der abgewiesenen Datensätze.
  5. Klärung der offenen Punkte und zweite Testmigration.
  6. Endgültige Migration und Freigabe durch den Dateneigentümer vor dem Produktivstart.

Dies ist ein veranschaulichendes Szenario zur Arbeitsweise, keine Kundenreferenz und kein bestehendes Projekt.

Ablauf der Zusammenarbeit

  1. Bestandsaufnahme und Analyse

    Wir erfassen die Datenquellen, analysieren ihre Qualität und dokumentieren die Ergebnisse, ohne Daten zu verändern.

  2. Regeln und Zuordnung

    Wir entwerfen Bereinigungsregeln und das Zuordnungsdokument, die der Dateneigentümer freigibt.

  3. Migration entwickeln

    Wir entwickeln wiederholbare Migrationswerkzeuge und bereiten die Testumgebung vor.

  4. Testmigrationen

    Wir führen einen oder mehrere Testläufe durch und erstellen nach jedem einen Abgleichbericht, bis die Punkte geklärt sind.

  5. Endgültige Migration und Freigabe

    Wir migrieren gemäß Umstellungsplan, und der Dateneigentümer gibt das Ergebnis vor dem Produktivstart frei.

Angestrebte Ergebnisse

  • Daten im neuen System, deren Herkunft und Umwandlungen nachvollziehbar sind.
  • Ein dokumentierter Nachweis, was übernommen, was abgewiesen wurde und warum.
  • Weniger Überraschungen nach dem Produktivstart dank vorheriger Testläufe.
  • Schriftliche Qualitätsregeln, die die Einrichtung auch auf neue Erfassungen anwenden kann.

Was wir von Ihnen benötigen

  • Einen Dateneigentümer mit der Befugnis, Regeln und Ergebnisse freizugeben.
  • Zugang zu den Datenquellen oder Kopien davon gemäß den Vorgaben der Einrichtung.
  • Personen, die die Bedeutung der Felder und Schlüssel in den Altsystemen kennen.
  • Zeitnahe Entscheidungen zu unklaren Fällen.
  • Ein Zeitfenster für die endgültige Migration und das Einfrieren der Erfassung im Altsystem.

Honorar, Umfang und Zeitplan

Kosten und Dauer hängen von Anzahl, Umfang und heutiger Qualität der Quellen, der Komplexität der Umwandlungen, der Zahl der Testmigrationen und davon ab, wie schnell die Einrichtung Entscheidungen treffen kann. In der Regel schlagen wir vor, mit einer Bestandsaufnahme und Analyse zum Festpreis zu beginnen und die eigentliche Migration anzubieten, sobald der tatsächliche Umfang der Mängel bekannt ist.

Häufige Fragen

Berichtigen Sie die Daten selbst?

Wir wenden nur die von der Einrichtung freigegebenen Bereinigungsregeln an. Fälle, die keine Regel abdeckt, gehen zur Entscheidung an den Dateneigentümer.

Wie viele Testmigrationen sind nötig?

Das hängt von Qualität und Komplexität der Daten ab. Wir wiederholen die Testläufe, bis der Dateneigentümer den Abgleichbericht annimmt, und vereinbaren die voraussichtliche Anzahl im Angebot.

Was geschieht nach der Migration mit dem Altsystem?

Das entscheidet die Einrichtung. Meist empfehlen wir, es für einen von der Einrichtung festgelegten Zeitraum nur lesend weiterzubetreiben und eine Kopie der Originaldaten aufzubewahren.

Lassen sich Daten aus Papierregistern übernehmen?

Ja, sie müssen jedoch zuvor erfasst oder eingescannt werden. Dies planen wir als eigenes Digitalisierungsprojekt oder als zusätzliche Phase.

Wer darf die Daten während der Migration einsehen?

Nur die von der Einrichtung benannten Personen, nach den von ihr freigegebenen Zugriffs- und Datenschutzregeln.

Diese Leistung anfragen

Datenmigration und Datenqualität beim Wechsel auf neue Systeme

Beschreiben Sie Ihr Vorhaben kurz; die Leistung ist im Formular bereits vorausgewählt.

Wir antworten in der Regel innerhalb eines Werktags.

Ministerium oder öffentliche Einrichtung

Bitte senden Sie über dieses Formular keine vertraulichen Dokumente oder Zugangsdaten.

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